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  • Magdalene Georg (Donnerstag, 01. Februar 2018 15:03)

    Eine positive Utopie?!

    In „Myzel“, dem achten Band aus der Noytja-Reihe, prallen erst einmal die Vorstellungen von Menschen und Spank, so nennen sich die Bewohner des Planeten Noytja, aufeinander. Das Problem: Auf dem für die Ansiedlung der Menschen ausgewählten Planeten „Q23B“ sind diese in der Überzahl und unter den ihnen für Jahre zur Mithilfe beim Aufbau einer funktionierenden Siedlung zugeteilten Spank sind viele aktuelle Schulabgänger, die gern anerkannte Helden sein möchten, für die aber die auf dem Planeten Noytja herrschende kommunistische Gemeinschaft weitestgehend nur Schultheorie ist. Der Ich-Erzähler, Toggion, der junge Spank, spürt aber zumindest, dass irgendetwas schief läuft.
    Zunächst einmal scheint es jedoch nur einen gemeinsamen Feind zu geben: die Pflanzenwelt des Planeten, die zwei Besatzungen von Erkunderraumschiffen zuvor getötet oder in den Wahnsinn getrieben hatte, und nun die Siedler auf verschiedene Weise angreift.
    Gion, ein unentschlossener, schüchterner Anti-Held, hat anfangs nur eines, woran er sich festhalten kann: die unerwartet aufkeimende Liebe zu Donja, die ich anrührend fand. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse: Plötzlich sind die Menschen eben nicht mehr nur „die Menschen“, denn ausgerechnet die Tochter deren fiesen Chefs flieht mit ihrem Freund vor ihrer eigenen Welt, in der ihr Vater versucht, kapitalistische Verhältnisse zu schaffen. Nun muss Gion Farbe bekennen: Wohin gehört er? Und nun versucht eine Truppe von sechs Jugendlichen – Spank und Menschen – sich an der Lösung des Geheimnisses des Planeten: Was herrscht dort für eine unverständliche Intelligenz und ist es möglich, mit ihr Kontakt aufzunehmen?
    Ich habe mit den Protagonisten mitgefiebert, freute mich, wenn sich ein Happy End anzudeuten schien, und war betroffen, wenn es anders kam.
    Ich hatte es leicht: Ich kannte die Welt der Noytja-Bücher schon. Man muss das nicht unbedingt, um dieses Buch zu verstehen. Wenn man die etwas naiven Versuche der jungen Helden beleuchtet, wird einem Angst um die Menschen der Erde. Hoffentlich gibt es für uns eine andere Lösung.
    Also über Mangel an Spannung kann ich mich nicht beschweren. Die Ereignisse jagen die unterschiedlichen Helden von Erlebnis zu Erlebnis. Eigentlich habe ich nur eines zu beanstanden:
    DAS Ende kann doch nicht das Ende der Geschichte um den Pflanzenplaneten sein! Bitte!

  • Cordula (Mittwoch, 04. Mai 2016 14:12)

    Fas – zi – nie – rend …
    … um mit den Worten eines erfahrenen Raumfahrers zu sprechen, obwohl Mr. Spock auf seinen Reisen meines Wissens nie auf die Noytja gestoßen ist. Wäre er es aber, er wäre wohl genauso, ja, eben
    fasziniert gewesen von dem erdähnlichen Planeten und seinen Bewohnern, den sechsfingrigen Spank, wie ich.

    Es gibt sie, diese Menschen, die die Chance haben, mit der Noytja eine Lebenswelt kennenzulernen, die der der Erdbewohner in großen Zügen gleicht – und doch so ganz anders ist. Eine durch Geld,
    Eigennutz, Machtgier und Krieg bestimmte Gesellschaft ist auf diesem fernen Planeten längst Vergangenheit. Dennoch hält das Leben auch dort einiges an Problemen bereit, nicht zuletzt, als Ago-jo,
    weltraumbegeisterter Jugendlicher, ein fremdes Objekt entdeckt, das aus dem von ihm beobachteten „Schlauch“ (auf der Erde würden wir wohl „Wurmloch“ sagen) austritt. Die seltsamen Wesen, die
    schließlich auf dem als Raumschiff identifizierten Objekt entdeckt werden, haben nur jeweils fünf Finger an jeder Hand, weisen aber ansonsten den Spank sehr ähnliche Merkmale auf. Und sie verhalten
    sich ausgesprochen seltsam. Könnten sie zu einer Gefahr für die Spank werden?

    Was geschah, bevor Mensch und Spank aufeinandertreffen, was danach passiert und mit welchen (als eigenständige Binnenerzählungen formulierten) Geschichten der begnadete Erzähler Ago-jo auf langen
    Flugstunden die Crew unterhält, ist Gegenstand der ersten drei Bücher aus der Noyjta-Reihe von Slov ant Gali.

    Band vier und fünf spielen ebenfalls auf Noytja, gehören aber, obwohl in Zügen auch der Science-Fiction zuzuordnen, eher ins Phantasy-Genre. Band sechs enthält gesammelte Märchen, Mythen und Schwänke
    der Spank, liebevoll illustriert durch Schüler einen vierten Klasse.

    Die Bücher sind für Jugendliche und junge Erwachsene gedacht, aber auch nicht mehr ganz zu dieser Zielgruppe zählend, hatte ich durchaus mein Vergnügen daran. Der Schreibstil des Autors ist
    mitreißend und macht immer wieder neugierig. Mich hat er in eine – ich wiederhole mich – faszinierende Welt gezogen, aus der wieder aufzutauchen mir nicht leicht gefallen ist.

    Beeindruckend fand ich auch die Fantasie, mit der Slov ant Gali möglichen „Fangfragen“ seitens irgendwelcher Weltraumexperten von vornherein den Wind aus den Segeln nimmt. Seine Science-Fiction –
    also wissenschaftliche Fiktionen – sind gut durchdacht und schlüssig.

    Ein empfehlenswerter Lesespaß nicht nur für junge Erwachsene.

Autor: Slov ant Gali

27. März 2015 / Stand 2018

 

 

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